Coaching u. Beratung

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (Albert Einstein)

 

Nicht alle Führungskräfte haben ein wohl definiertes Anliegen oder Ziel wie es ein Coach gerne hätte. Vielen tut es erst einmal gut, sich in einer geschützten Atmospähre zu „outen“, über alles zu sprechen, was bewegt, bekümmert oder belastet ohne fürchten zu müssen, dass man irgendwie bewertet wird. Daraus ergeben sich dann oft konkretere Ziele und manchmal schon Lösungsansätze. Manchmal ist es eine unklare Unzufriedenheit, Gereitzheit oder auch Traurigkeit, denen Klienten auf den Grund gehen wollen. Andere leiden unter körperlichen Befindlichkeitsstörungen, die bisher nicht zu klären waren. Es geht dabei aber nicht nur darum, sich etwas von der Seele zu reden, was sicherlich erst einmal gut tut, sondern auch darum, dass sich nachhaltig etwas zum Besseren verändert. Nur darüber reden reicht nicht. Klienten werden eingeladen, sich besser zu reflektieren und erhalten ehrliches Feedback.

Reflexion und Feedback
Wie sieht die gegenwärtige Situation in den wichtigsten Lebensfeldern aus: Beruf, soziale Beziehungen und Partnerschaft, Körper, Gesundheit und Leistung, Zeit für mich, Werte und Sinn? Es ist sinnvoll alle wichtigen Lebensbereiche zu betrachten, auch wenn zunächst nur eines vordergründig erscheint. Womit bin ich zufrieden, was soll besser werden?

mann-vor-alpenseeSelbstmanagement und Burnout-Prophylaxe
Es geht um bessere Selbstfürsorge statt Burnout und Wahrnehung der eigenen Bedürfinisse, um sich nicht zu überfordern. Work-Life-Balance ist vielleicht garnicht so wichtig wie eine gute Mischung aus wichtigen persönlichen Lebenszielen, Verwicklichung, Authenizität und Sinn, sowohl bei der Arbeit als auch im Privatem. Work-Life-Blending statt Work-Life-Balance.

Schwierige Entscheidungen
Mache ich den nächsten Karrierschritt oder nicht? Nehme ich das neue Projekt an oder sage ich nein? Lasse ich mich auf ein bestimmtes Angebot ein oder lasse ich es lieber sein. Verlasse ich die Firma oder bleibe ich? Soll ich den Wohnort wechseln oder doch hier bleiben? Verlasse ich meine Partnerin/Partner oder versuche ich es doch noch einmal? Das ganze Leben ist geprägt von sog. Dilemmata – entscheide ich mir für das Eine oder das Andere. Vielen Menschen ist dabei nicht immer bewußt, dass es auch noch ein sowohl als auch gibt, oder eben beides garnicht. Manchmal geht es auch garnicht um die gewählte Fragestellung, sondern um etwas ganz anderes, was zunächt nicht bewußt ist. Man nennt dies ein sog. Tetralemma.

Stärken und Motivation
Ein High-Performer ist kein Workoholic, der immer mehr als 100% gibt. Es geht nicht darum immer die volle Leistung zu fahren, sondern seine Stärken gezielt und effektiv einzustetzen, wenn es darauf ankommt. Dabei geht es auch um maximale Präsenz im Augenblick. Es geht zum einen darum, sich seiner Stärken bewußt zu sein und zum anderen darum, sie mit der angemessen Intensietät vernünftig einzusetzen.

Körper und Gesundheit
Führungskräfte und Selbstständige sind nicht kränker als die durchschnittliche Bevölkerung. Sie leiden jedoch häufiger unter unklaren körperlichen Symptomen und Befindklichkeitsstörungen. Nicht alles ist gleich „stressbedingt“, manchmal sind es reale Krankheiten oder auch sog. Somatisierungsstörungen. Körperliche Fitness, ausreichende Kraft und Ausdauer sind enorm wichtig. Bewegungsmangel ist vielleicht noch schädlicher als Fettleibigkeit. Chronischer Stress macht auf Dauer krank. Die psychische Leistungsfähigkeit, Motivation und Kreativität werden maßgeblich von der körperlichen Fitness beieinflußt. Es geht nicht primär darum Krankheiten zu verhindern, sondern Gesundheit täglich neu zu erzeugen (Salutogenese).

Midlife-crisis und Wechseljahre
mann-mit-gitarreMänner in der sog. Midlifephase, Ende 30 bis Mitte 50, wird wie die Pupertät als wichtige Lebensphase von allen Männern durchlebt. Nicht alle Männer geraten dabei in eine echte Krise. Typische Symptome sind u.a.: starke Gefühlsschwankungen, Impulsivität, aggressives Verhalten, leichte Erregbarkeit, erhöhte Stressanfälligkeit, chronische Unzufriedenheit, Zurückgezogenheit, Fremdgehen, sexuelle Störungen, übersteigertes Interesse an Sex oder Lustlosigkeit, manchmal asoziales Verhalten.  Während diese sog. Midlife-Symptome häufig sind, sind echte Wechseljahre des Mannes selten. Dazu zählen die durch einen Testosteronmangel ausgelösten Symptome, u.a. der Verlust von morgendlichen Erektionen, Libidoverlust, Schweißausbrüche, Depressionen und Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit, Muskelabbau etc.